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Hier stellt sich zunächst die Frage, aus welchen Gründen man am Muay-Thai-Training teilnehmen möchte. Ist man aus Spaß an der Sache dabei oder ist man an Figurentwicklung oder Gewichtsabnahme interessiert? Will man sich selbst verteidigen können oder als Trainer, Personenschützer bzw. professioneller Kämpfer seinen Lebensunterhalt verdienen?

Das Training eignet sich für jedermann. Man muss kein Athlet sein, um Muay Thai zu trainieren, und auch an die Gelenkigkeit werden aufgrund der vielen Knie-, Faust- und Ellbogentechniken geringere Anforderungen gestellt als in anderen Kampfkünsten.

Durch das Trainieren dieser Sportart werden alle Muskelgruppen beansprucht, sodass eine allgemeine körperliche Fitness erzielt werden kann. Zum Abnehmen eignet sich der Sport aufgrund der hohen Trainingsintensität ebenfalls hervorragend. In manchen Gyms wird das Muay Thai bereits in das Aerobic einbezogen. Nach dem Erfolg, der hier bereits mit anderen Kampfsportarten erzielt werden konnte, ist eine ähnliche Entwicklung für das Muay Thai zu erwarten. Denn aufgrund der Effektivität des Muay Thai würde der Aspekt der Selbstverteidigung in der Kombination mit dem Fitnesstraining erhöht. Außerdem erscheint es durch die Vielzahl von Techniken einfach, Kurse in verschiedenen Leistungsklassen anzubieten.

Muay Thai ist nicht an ein bestimmtes Alter des Sportinteressierten gebunden. Es kann von Kindern ebenso wie von Senioren trainiert werden. Professor Somboon Tapina gab in Australien Kurse für Kinder. Die Kinder erschienen zahlreich und trainierten mit Begeisterung, Master Decha berichtet von dem Erfolg seiner Kurse im Ausland bei Senioren. Bei Wettkämpfen allerdings gibt es in aller Regel durchaus Beschränkungen bezüglich des Alters.

Um an sportlichen Vergleichen teilnehmen zu können, dürfen keine großen gesundheitlichen Defizite beispielsweise an Augen oder Ohren bestehen. Eine sportärztliche Prüfung vor der Teilnahme an einem Wettkampf ist ebenso zwingend wie regelmäßige ärztliche Kontrollen zwischen den Kämpfen.

Im Folgenden werden noch einige Weisheiten von berühmten Boxlehrern aufgezählt:

Für den Boxer

1. »Für jeden, der ein guter Boxer werden will, ist eine intensive Technikschulung Voraussetzung.« (Professor Somboon Tapina) Der Kämpfer sollte erst umfangreich technisch ausgebildet worden sein, bevor er an Wettkämpfen teilnimmt. Viele Kämpfer versuchen, ihre ungenügende Beherrschung der Grundtechniken durch Kraft und Instinkt zu kompensieren. Eine hohe Ranglistenposition lässt sich aber niemals ohne eine gute Technik erreichen.

2. »Um ein guter Boxer zu sein, muss man die Grundtechniken beherrschen, In hervorragender körperlicher Fitness sein, selbstsicher und nicht nervös den Ring betreten. «(Prof. Somboon Topina)«.

3. »Bevor man gegen den Gegner gewinnt, gewinnt man gegen sich selbst.« (Prof. Somboon Tapina): Hier spricht er an, dass man sich »quälen« muss, um erfolgreich kämpfen zu können. Das beinhaltet, das Gewicht zu kontrollieren, intensiv zu trainieren und auf einen geeigneten Lebensstil zu achten.

4. »Ob man einen Kampf gewinnt oder verliert ist nicht von alleiniger Bedeutung, wenn man sich nach besten Möglichkeiten auf den Kampf vorbereltet hat.« (Prof. Somboon Tapina) Voraussetzung für die Teilnahme an einer sportlichen Auseinandersetzung ist hartes Training.

5. »ln einem Kampf spritzen beide Kämpfer Wasser, beide werden nass, aber einer mehr. Man muss dem Gegner überlegen sein, um weniger Wasser abzubekommen.(Prof. Sawang Siripile). Damit Ist gemeint, dass beide Gegner Treffer landen und auch abbekommen. Man muss sich bewusst sein, dass man auch Treffer einstecken wird.

6. „Gute Boxerzeigen niemals ihren Schmerz.« (Prof Sawang Siriplie) »Kein Körperteil darf schwach oder verletzt sein.« (Prof. Somboon Tapina) Das bedeutet, dass man niemals Schmerzen zeigen darf, denn sonst wird der Gegner die schmerzende Körperstelle gnadenlos attackieren.

7. » Man darf in einem Kampf nicht wütend werden, ansonsten rast das Herz, aber die Augen bleiben blind. « (Prof. Somboon Tapina) Wer unbeherrscht und unkonzentriert kämpft, für den besteht die Gefahr, in einen Konter zu laufen.

8. »Wenn man im Kampf merkt, dass der Gegner stärker ist, dann gewinnt man durch die Zuschauer. « (Prof. Somboon Tapina) Damit ist gemeint, dass der Sportler für die Bewertung lediglich den Eindruck vermitteln muss, der Stärkere zu sein. Beispielsweise lächeln einige Kämpfer, nachdem sie wirkungsvoll getroffen wurden.

Quelle und Zitat : “Thai-Boxen basics”, Pietsch Verlag

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